Extrem leichtes E-Glas-Oberflächenvlies mit nur 17 g/m² – für hochwertige Composite-Oberflächen bei minimalem zusätzlichem Gewicht.
Optiveil™ ist ein sehr feines, nassgelegtes E-Glasfaservlies für oberflächennahe Lagen, leichte Träger- und Stabilisierungsschichten. Die gleichmäßige Faserverteilung unterstützt eine homogene Oberfläche und reduziert das sichtbare Abzeichnen gröberer Verstärkungsstrukturen. Mit nur 17 g/m² eignet es sich besonders für leichte GFK- und CFK-Bauteile.
Optiveil™ 17 g/m² besteht aus kurzen, fein und gleichmäßig verteilten E-Glasfasern. Das nassgelegte Vlies besitzt eine offene Struktur, nimmt Harz sehr gleichmäßig auf und lässt sich als dünne Zwischen- oder Oberflächenlage vollständig in den Laminataufbau integrieren.
Der besondere Vorteil dieser 17-g/m²-Qualität liegt im äußerst geringen Materialeinsatz. Das Vlies beeinflusst Gewicht und Laminatdicke nur minimal und kann dennoch die Oberflächenqualität deutlich verbessern. Gröbere Gewebe-, Gelege- oder UD-Strukturen zeichnen sich weniger stark an der Bauteiloberfläche ab.
Neben der Verwendung als Oberflächenvlies kann Optiveil™ auch als sehr leichte Träger- und Stabilisierungslage eingesetzt werden, beispielsweise für Harze, Klebstoffsysteme oder in Kombination mit trockenen Verstärkungsmaterialien.
| Material |
nassgelegtes E-Glasfaservlies |
| Flächengewicht |
17 g/m² |
| Breite |
127 cm |
| Faserlänge |
12 mm |
| Faserdurchmesser |
11 µm |
| Bindemittel |
PVA (Polyvinylalkohol) |
| Dicke bei 10 kPa |
ca. 0,15 mm |
| Zugfestigkeit MD |
ca. 20 N / 15 mm |
| Zugfestigkeit CD |
ca. 9 N / 15 mm |
Vorteile von Optiveil™ 17 g/m²
- extrem geringes Flächengewicht von nur 17 g/m²
- feine und außergewöhnlich gleichmäßige Faserverteilung
- unterstützt hochwertige und homogene Bauteiloberflächen
- reduziert das Abzeichnen gröberer Verstärkungsstrukturen
- sehr gute und gleichmäßige Harzaufnahme
- als Oberflächen-, Träger- und Stabilisierungsvlies einsetzbar
- 127 cm Breite für großflächige, zusammenhängende Zuschnitte
Anwendungsgebiet
Optiveil™ eignet sich besonders für hochwertige Faserverbundbauteile, bei denen eine feine Oberfläche bei möglichst geringem Zusatzgewicht gefordert ist. Es kann unmittelbar unter der Bauteiloberfläche angeordnet werden und bildet dort eine gleichmäßige, harzreiche Feinlage vor der eigentlichen tragenden Verstärkung.
Durch seine geringe Masse eignet sich das Vlies außerdem hervorragend für leichte Composite-Strukturen, bei denen zusätzliche Lagen nur einen möglichst kleinen Einfluss auf Gewicht und Bauteildicke haben sollen.
Typische Anwendungen:
- Oberflächenlagen in GFK- und CFK-Laminaten
- hochwertige Sicht- und Lackoberflächen
- Träger- und Stabilisierungslage für Gewebe, Gelege und UD-Materialien
- Trägervlies für Harze und Klebstoffsysteme
- Modell- und Formenbau
- Boots- und Yachtbau
- Fahrzeugbau
- industrielle Composite-Bauteile
- Behälter- und Rohrleitungssysteme
Geeignete Harzsysteme
Optiveil™ 17 g/m² eignet sich für die Verarbeitung mit geeigneten Epoxid- und Polyesterharzen. Die offene, gleichmäßige Vliesstruktur unterstützt eine schnelle und homogene Benetzung und ermöglicht die vollständige Integration in den Laminataufbau.
Bei der Verwendung als Oberflächenvlies sollte nur so viel Harz eingesetzt werden, wie für eine vollständige Benetzung erforderlich ist. Dadurch bleibt der Gewichtsvorteil des sehr leichten Vlieses erhalten und eine unnötig harzreiche Deckschicht wird vermieden.
Welches Oberflächenvlies ist das richtige?
| Ausführung |
Breite |
Charakter |
Typischer Einsatz |
| Optiveil™ 17 g/m² |
127 cm |
extrem leicht |
feinste Oberflächenlagen und leichte Träger-/Stabilisierungslagen |
| Optiveil™ 30 g/m² ansehen → |
127 cm |
kräftigeres E-Glasvlies |
etwas robustere Oberflächen-, Träger- und Stabilisierungslagen |
| C-Glasvlies 30 g/m² ansehen → |
100 cm |
C-Glas-Oberflächenvlies |
Oberflächenoptimierung und oberflächennahe Schutzlage |
Vorteile der Breite 127 cm
Die Breite von 127 cm ermöglicht großflächige, zusammenhängende Oberflächenlagen und reduziert bei größeren Bauteilen die Zahl notwendiger Stöße. Gleichzeitig ist das nur 17 g/m² leichte Vlies sehr gut handhabbar und lässt sich problemlos auf kleinere Zuschnitte anpassen.
Verarbeitung
Als Oberflächenvlies
Optiveil™ wird unmittelbar im oberflächennahen Bereich des Laminats positioniert und vollständig mit Harz benetzt. Anschließend werden die tragenden Gewebe-, Gelege- oder UD-Lagen entsprechend dem vorgesehenen Laminataufbau eingebracht.
Faltenfrei positionieren
Das dünne Vlies möglichst glatt und faltenfrei einlegen. Durch das geringe Flächengewicht lässt es sich leicht an Konturen und größere Oberflächen anpassen.
Vielseitige Fertigungsverfahren
Optiveil™ ist laut Hersteller für zahlreiche Composite-Verfahren geeignet, darunter Handlaminieren, Vakuuminfusion, RTM, RIM, Pressverfahren, Filamentwickeln und Pultrusion.
Träger- und Stabilisierungsvlies
Neben der Oberflächenoptimierung kann Optiveil™ als leichter Träger für Harz- und Klebstoffsysteme sowie als Stützlage in Verbindung mit trockenen Verstärkungsmaterialien eingesetzt werden.